Pickleball ist die am schnellsten wachsende Racketsportart der Welt. In den USA, dem Ursprungsland, begeistert sie bereits viele Millionen Menschen. Nun erreicht der Boom auch Berlin und Brandenburg.
Woher der Sport kommt
Erfunden wurde Pickleball 1965 auf Bainbridge Island im US-Bundesstaat Washington – von drei Vätern, die ihre Kinder beschäftigen wollten und aus dem, was gerade herumlag, ein Spiel bauten: ein Badmintonfeld, ein abgesenktes Netz, Tischtennisschläger und ein Plastikball mit Löchern. Genau diese Bescheidenheit ist bis heute die Stärke des Sports.
Was man braucht
- Einen Schläger. Fest, ungefähr so groß wie ein großes Tischtennisbrett. Einsteigermodelle gibt es ab etwa 30 Euro.
- Bälle. Leichte Kunststoffbälle mit Löchern – innen und außen unterschiedlich. Ein Ball kostet wenige Euro.
- Ein Netz. 0,914 Meter hoch am Pfosten, 0,86 Meter in der Mitte. Mobile Netze lassen sich in jeder Halle aufstellen.
- Ein Feld. Jedes Badmintonfeld passt. Mehr braucht es nicht.
Was Pickleball von Tennis und Badminton unterscheidet
Der Ball ist langsamer als ein Tennisball und schwerer als ein Federball. Das Feld ist kleiner, die Wege kürzer. Wer aus einer anderen Racketsportart kommt, findet sich sofort zurecht – und merkt schnell, dass Pickleball trotzdem seine eigene Taktik hat. Die Non-Volley-Zone am Netz, von allen nur „die Küche“ genannt, verhindert das Schmettern aus nächster Nähe und macht das Spiel zu einem Geduldsspiel am Netz.
Für wen der Sport geeignet ist
Für nahezu jede Alters- und Leistungsgruppe. Die ersten Ballwechsel gelingen fast jedem in der ersten Stunde – das unterscheidet Pickleball von den meisten anderen Racketsportarten. Nach oben ist trotzdem viel Luft: Auf Wettkampfniveau ist das Spiel schnell, taktisch und anspruchsvoll.